Meldungen

Sie sind hier: Aktuelles >> Meldungen

Was behindert hier wen?

vom 05.05.2012

Inklusion im deutschen Bildungssystem - so lautete der Ttel der Fachkonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Bildung in der  SPD (AfB) am Freitag, den 20.04.2012 in Berlin.  Im Rahmen dieser Fachkonferenz wurden viele Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Aus der Sicht der pädagogischen Praxis ebenso wie aus wissenschaftlicher und politischer Perspektive. ( zur PM zur Fachkonferenz) Die AfB-Bundesvositzende, Dr. Eva-Maria Stange, MdL, hatte auch Karl Finke, als Bundessprecher von Selbst Aktiv eingeladen, um die Sichtweise selbst Betroffener behinderter Menschen einzubringen und zu betonen.


Karl Finke hob hervor: "Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und die hieraus abgeleiteten Aktionspläne sind auch wesentliche Triebfeder für die jetzt anstehende bundesweite Inklusionsdiskussion. Sie basiert nach dem Policy Paper des Deutschen Instituts für Menschenrechte, der Monitoringstelle der Bundesregierung auf drei Punkte.

  1. Empowerment behinderter Menschen als Selbstbe-/-ermächtigung behinderter Menschen, also Kompetenzübertragung
  2. Inklusion, Partizipation als Mitentscheidung und angemessene Vorkehrungen sowie
  3. die konkreten Handlungsfelder wie Bildung, Arbeit, Wohnen, Barrierefreiheit, Gesundheit, Rehabilitation, Kultur, Freizeit und Sport."

"Im Bereich inklusiver Bildung ist Art. 24 eindeutig. Im Bereich der Kompetenzstärkung und Mitentscheidung behinderter Menschen ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Art. 4 Abs. 3 ebenfalls klar orientierend und fordert von Politik, Verwaltung und Gesellschaft bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und politischen Konzepten zur Durchführung dieses Übereinkommens und bei anderen Entscheidungsprozessen in Fragen, die Menschen mit Behinderungen, einschließlich Kindern mit Behinderungen, über die sie vertretenden Organisationen enge Konsultationen und beziehen sie aktiv ein. Dies macht deutlich, dass auch die Verbände behinderte Menschen direkt mitentscheiden lassen sollen und nicht wie bisher die dann neuen Professionellen.

Keiner darf vergessen werden, Inklusion als Einbeziehung von Anfang an und dies abgeleitet aus einer Menschenrechtskonvention, die sich der weltweit am meisten diskriminierten Minderheit, nämlich die Menschen mit Behinderungen widmet, ist eine mehr als deutliche Botschaft für eine solidarische Gesellschaft für alle Menschen. "

Den vollständigen Beitrag können Sie in den Arbeitmaterialien finden.